Sommercamp 2019 - Selbstverteidigung mal anders - 19. - 21.07.2019

Das Schuljahr neigt sich langsam dem Ende zu. Die Wochenenden werden ohne die vielen Klassenarbeiten und Hausaufgaben gefühlt immer länger. Was gibt es da Besseres als das letzte Wochenende vor den lang ersehnten Sommerferien in einem Camp zu verbringen? Nichts natürlich. Also machten sich auch dieses Jahr viele Karatekas voller Neugier und Vorfreude auf zu dem diesjährigen Sommercamp. 

Am Freitag wurde das Camp nach dem Einrichten im Dojos direkt mit einer Trainingsstunde eröffnet, die Jacqueline abwechslungsreich gestaltet hat. Vier Teams, vier Reifen, jede Menge „Schätze“ (Pratzen und Co.) und das Ziel, so viele Schätze wie möglich von den anderen Teams zu klauen und somit für sich zu beanspruchen. Natürlich alles gegen die Zeit, die mit jeder Runde kürzer wurde.

Nach einer wohlverdienten Pause gab es als Willkommensessen Pizza für jeden von dem benachbarten Restaurant und danach wurde es auch schon Zeit für die Überraschung, die uns von den Trainern erfolgreich verheimlicht wurde.

Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir auch schon vor der Xtreme Jump Anlage Ulms. Dort angekommen, stürzten sich die Karatekas und Foschy auf die Trampoline. Zur weiteren Auswahl gab es Schitzelgruben für Saltos, eine Boulderwand und das beliebteste Highlight: die „Gladiatorenarena“. Hier konnten zwei Spieler mit großen zylindrischen Pratzen als Schwertersatz ihre Kräfte und Techniken messen, indem sie versuchten, den anderen von einem Balken in die Schnitzelgrube zu stürzen.

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Nach diesem tollen Event konnte jeder den Abend so ausklingen lassen, wie er wollte: mit Pezzibällen hüpfen, auf der Tafel des Dojos kreativ werden oder mit Schwimmnudeln eine abgewandelte Art des Fechtens üben.

Am Samstag übten wir im zweiten Training verschiedene Selbstverteidigungstechniken an der Pratze, wobei von Ellenbogenstößen bis einer stockartige Waffe ausweichen alles dabei war. Um diese Techniken besser verinnerlichen zu können, haben sich die Trainer und ein einige weitere erwachsene Karatekas mit Pratzen bewaffnet auf einer Wiese mit Büschen versteckt. Durch diesen Parcour wurden dann die Schüler nacheinander geschickt. Dadurch, dass sie nicht wussten von wem, wann, wo und mit was sie angegriffen werden, war diese Übung besonders realitätsnah und gab den Karatekas auch ein ehrliches Feedback ihrer Fähigkeiten.

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In der zweiten Trainingseinheit wurde in der großen Halle trainiert, die Jacqueline mit verschiedenen Kumiteformen gestaltete.

Nach einer weiteren Pause ging es weiter mit dem „Kleinen Samurai“, der jedes Jahr im Camp gemacht wird. Dabei müssen die Karatekas, verschiedene Kategorien aus der Leichtathletik absolvieren, die von Liegestützen und Sit-Ups bis hin zu einem Langlauf reichen. Auch dieses Jahr erbrachten alle Teilnehmer eine super Leistung und feuerten sich gegenseitig motivierend an. 

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Nach diesem Trainings- und Bewegungsintensiven Vor- und Nachmittag wurde das anschließende Grillen und der DVD-Abend der perfekte Ausklang dieses Tages.

Am Sonntag, dem letzten Tag dieses Camps, wurde nochmals der Fokus auf die Selbstverteidigung gelegt. Im Training wurden diesmal Kniestöße, Tritte und Techniken mit offener Hand geübt und am Bob verinnerlicht. Das Highlight dieses Trainings bietete Foschy im Anzug des „Schwarzen Mannes“. Der „Schwarze Mann“ ist ein Schutzanzug, der den gesamten Körper inklusiven dem Kopf durch einen Helm gegen Tritte und Schläge schützt.

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Nacheinander wurden die Karatekas vom Schwarzen Mann angegriffen und durften sich voll auf ihre Reflexe verlassen. Ohne aufpassen zu müssen, dem Gegenüber wehzutun konnte man sich verteidigen und so den Ernstfall sehr gut trainieren. Man konnte gut beobachten, wie die Schüler immer sicherer wurden, wie sich die Schläge, Tritte und Konzentration verbesserten und nicht zu vergessen der Spaßfaktor in die Höhe schoss. Dieses Training beendete das diesjährige Sommercamp, welches wieder ein voller Erfolg war. 

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Vielen Dank an Jacqueline, Matthias und Foschy, die durch die perfekte Organisation, Planung und nicht zu vergessen die riesen Motivation uns allen ein unvergessliches Sommercamp ermöglicht haben.

Karate rockt Nijmegen - 16. - 19.07.2019

Als sich die Karateabteilung auf das Sommercamp freute und sich darauf vorbereitet hat, fuhr ich in die Niederlande um dort am Nijmegen-Marsch teilzunehmen. Dies ist der größte Volksmarsch der Welt. Es sind jedes Jahr unzählige Bewerber, es werden „nur“ 47000 Starter zugelassen. Mit etwas Glück bekam ich für dieses Jahr eine Starterlaubnis.

Am Sonntag, den 14.07.19 fuhren wir dann um 08:00 Uhr in die Niederlande, da in Nijmegen die Hotels zu diesem Zeitpunkt auf Jahre hinweg ausgebucht sind, bezogen wir unser Quartier in Arnhem, der Provinzhauptstadt von Gelderland. Den geschichtsträchtigen ist Arnhem durch den Film, „Die Brücke von Arnheim“ bekannt.

Montag dann mit dem Zug nach Nijmegen, ca 20 Minuten Zugfahrt, dort dann Anmeldung, und kleiner Spaziergang durch Nijmegen.

Am Dienstag ging es dann endlich los. 04:30 Uhr aufstehen, Katzenwäsche, Frühstück im Hotel, alle haben sich auf den Nijmegen-Marsch eingestellt, da die 50er Läufer schon um 04:00 Uhr starten, gibt es im Hotel die ganze Nacht durch Frühstück. In meiner Altersgruppe lief ich die 40 km Strecken, Startzeit einmal 04:45 Uhr und 05:45 Uhr, jeden Tag im Wechsel, da wir aus dem Ulmer Bereich drei 40er Läufer waren, aber in zwei Gruppen aufgeteilt waren, entschieden wir uns zusammen zu laufen, auch wegen der Zugabfahrt in Arnhem um 05:25, so starteten wir um 06:00 Uhr. Man kann immer später starten, darf aber nicht vor seiner offiziellen Startzeit starten. Am ersten Tag ging es über die Waal (Die Waal ist der südliche und breitere der beiden großen Mündungsarme des Rheins in die Nordsee). Dann durch die Landschaften der Niederlande., durch Ortschaften, überall Musikkapellen. In den jeweiligen Orten ist dann richtig Volksfeststimmung. Nach knapp 40 Kilometer Laufleistung wieder über die Rheinbrücke zurück nach Nijmegen. So war der erste Tag geschafft.

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Am zweiten Tag ging es erst eineinhalb Stunden durch Nijmegen, schon in aller Frühe standen hunderte von Zuschauern am Straßenrand und jubelten uns zu, richtige Partystimmung. Die erste kurze Pause an einem Eierhof, wo sich auch viele zum Frühstück ein paar Eier kauften. Dann entlang der Waal, bei bestem Wetter machte das Laufen richtig Spaß. Es ging wiederum durch einige Orte, wo man überall bejubelt wurde. Über den Hafen von Nijmegen ging es zurück zum Ziel. Auch der zweite Tag geschafft.

Der dritte Tag folgt sogleich, wieder aus Nijmegen raus. Der Maas entlang. Gegen Mittag dann entlang der Deutsch-Niederländischen Grenze durch leicht hügeliges Gelände wieder nach Nijmegen zum Ziel. Kurz vor dem Ziel ein riesiges Fass gefüllt mit eisgekühlten alkoholfreien Bierdosen, tolle Idee, den Zieleinlauf vor Augen und in der Hand eine Dose Bier.

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Auf zur letzten Etappe, der vierte Tag. Wieder raus aus Nijmegen, dann eine sehr lange Strecke auf einem Deich entlang der Maas, nach der Hälte der Strecke waren wir fast im Zielgebiet, aber zu früh gefreut, am Ziel vorbei, über eine Pontonbrücke (eine vom Militär aufgebaute Behelfsbrücke aus aneinandergereihten Schwimmelementen). Am Maas-Waal-Kanal entlang aus Nijmegen raus. Dann ging es richtig los, die letzten 10 km auf der Via Gladiola (Straße bis ins Ziel). Die Straße war links und rechts mit Absperrungen versehen, die Läufer und Publikum trennte, ca. 140.000 bis 180.000 Zuschauer jubelten uns zu und feuerten uns an. Vor dem Krankenhaus, am welchen wir vorbei liefen, wurden die Schwerkranken im Krankenbett an den Straßenrand geschoben, auch sie jubelten uns zu. Ein sehr emotionaler Moment, wenn man die krebskranken Kinder, durch die Chemotherapie kahlköpfig, in ihren Krankenbetten sieht und diese Kinder einem zujubeln und sich sich freuen. Ein einmaliges Erlebnis. Der letzte Tag, war auch die längste Etappe mit 42,5 km, nach knapp acht Stunden war auch diese Strecke bewältigt, und es ging müde aber glücklich durchs Ziel. Wer diesen Viertagesmarsch bewältigt hat, bekam dann den 4 DAAGSE Orden, für die Militärs ein offizieller Orden, der an der Uniform getragen werden darf. Für uns Zivilisten eine nette Bestätigung der vollbrachten Leistung.

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Da am letzten Tag um 18:00 Uhr das offizielle Ende des Nijmegenmarsches ist, (wer später ins Ziel kommt wird nicht gewertet) beginnt anschließend die große Party. Nijmegen hat ca. 180.000 Einwohner, es kommen aber zur großen Party zwischen 2,4 und 4 Millionen Gäste, die dort abfeiern.

Am Samstag dann Rückreise nach Ulm und dann die Beine pflegen, die gesamte Laufleistung waren 161 km, da die Strecken nicht immer exakt 40 km sind. Ein ganz toller Event und ein wahnsinniges Erlebnis.

Zum Schluß noch ein paar statistische Zahlen zum Nijmegenmarsch 2019:

Anmeldung per 1 Juli

47.236

Nicht angemeldet

2.534

angemeldet

44.702

 

 

Am 1 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

661

1 Tag gelaufen

44.041

Am 2 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

1.350

2 Tag gelaufen

42.691

Am 3 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

1.111

3 Tag gelaufen

41.580

Am 4 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

345

Vierdaagse gelaufen

41.235

Böfingen in Bewegung - 06.07.2019

Jede Woche sind unsere Mitglieder in Böfingen in Bewegung. Beim wöchentlichen Training geht es neben den Karatetechniken vor allem um Kraft, Koordination, Bewegung und Präzision. Einen kleinen Teil von unserem Training haben wir auch diesmal den Besuchern des Stadtteilfestes „Böfingen in Bewegung“ nah gebracht. Wie jedes Jahr gab es bei unserem Stand einen kleinen Mitmachparkour, welcher von Klein und Groß absolviert werden konnte. Dabei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Koordination an unseren Koordinationsleitern zu testen. Was ganz einfach aussieht, kann dann manchmal auch ziemlich knifflig werden. Die eigene Muskelkraft und Stärke konnten dann alle bei unseren Kraftübungen zur Schau stellen. Und was wäre eine kleine Karatestunde ohne Tritte und Schläge? Auf unseren Pratzen durfte dann jeder Teilnehmer Fauststöße und auch verschiedene Fußtritte ausprobieren. Manche konnten davon gar nicht genug bekommen und schauten während des Aktionstages immer wieder an unserem Stand vorbei. 

Dieses Jahr hatten wir uns auch dazu entschieden, nach einer längeren Pause, mal wieder eine Vorführung auf der Bühne zu veranstalten. Die Vorbereitung dazu fand in unserem regulären Training und einigen Extrastunden statt. Von Gelb- bis Schwarzgurte waren alle Stufen vertreten. Wir wollten dem Publikum die Entwicklung eines Karatekas vom „kleinen“ Gelbgurt zum Meister vorstellen. So haben wir die Grundschule, die Katas und das Bunkai aus unseren verschiedenen Stufen gezeigt. Vor allem die Partneranwendugen fanden großen Anklang beim Publikum. Von Klein bis Groß wurde ein tolles Karate vorgestellt. Und die spektakuläre Fallschule von Foschy wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben.

Ohne die zahlreiche Unterstützung unserer Mitglieder wäre diese Präsentation unseres Vereines nicht möglich. Sowohl unsere Teilnehmer an der Vorführung, sowie alle Helfenden an unseren Stationen haben eine tolle Arbeit geleistet und wir sind stolz darauf, dass wir uns auch dieses Jahr wieder vorbildlich bei „Böfingen in Bewegung“ präsentieren konnten. Vielen Dank an alle!

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Das geheime Wissen der alten Karate Meister von Fritz Oblinger weitergegeben -15.06.2019

Die Abteilung Karate des TSV Grünwald hat am 15. Juni 2019 mit einem Jubiläumslehrgang ihren 35. Jahrestag gefeiert, auf den Fritz Oblinger als Referent eingeladen wurde.

Foschy, Ina, Tamara und Alara besuchten diesen Lehrgang in der Gemeinde Grünwald; München.

Aufgeteilt wurde in Unter- und Oberstufe, die in jeweils zwei Einheiten abwechselnd trainierten. In dem ersten Oberstufentraining wurden Partnerübungen der Kata Jion behandelt, indem die Karatekas, Braun- und Schwarzgurte, vorher gezeigte Anwendungen trainierten. Was mir hier besonders gefallen hat ist, dass Fritz viele verschiedene Verteidigungvariationen einer Sequenz demonstrierte und deren Hintergrund erklärte, sodass man den Sinn dahinter verstehen konnte. Er gab so jedem einzelnen die Möglichkeit für sich selbst herauszufinden, welche Version einem am meisten gefällt.

Nach einer entspannten Mittagspause an der Sonne und frischer Luft ging es für Tamara und Alara im Unterstufentraining weiter. Hier wendete Fritz das selbe Konzept wie in der Oberstufe an, nur dass die Partnerübungen diesmal auf der Kata Heian Sandan basierte. Anschließend waren wieder die Braun- und Schwarzgurte an der Reihe, die dieses mal basierend auf der Kata Jitte trainierten. In diesem Abschnitt legte Fritz besonders darauf wert, dass die Karatekas Vitalpunkte bei der Abwehr beziehungsweise den Gegenangriffen nutzten, die auch halfen, den Partner leichter zu Boden zu bringen. Sehr schön fand ich bei diesem Lehrgang, dass Fritz Oblinger realitätsgetreue Angriffs- und Abwehrmuster trainieren ließ, wobei mir immer öfter seine unglaubliche Körperkontrolle und der damit verbundenen Präzision und Schnelligkeit auffiel. Abschließend noch ein schönes Zitat von Fritz, womit er verdeutlicht hat, dass es ihm wichtig ist, offen für Neues und neue Interpretationsweisen von Anderen zu sein:

Wir lesen alle das gleiche Buch [=trainieren alle Karate] und trotzdem interpretiert jeder etwas anderes hinein.“

 

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13. Ulmer Budo Tag - 25.05.2019

Angriff, Abwehr, Konter: Dieses einfache Prinzip wurde über Jahrhunderte hinweg durch verschiedenste Kampfsportarten realisiert, wobei jeder dies anders interpretierte und sich so einzigartig entwickelte. Beim Ulmer Budo Tag kommen einige dieser Kampfsportarten zusammen, um ihre Interpretationsweisen den anderen Teilnehmern vorzustellen.


Angefangen wurde traditionellerweise mit Karate. Dieses mal lag der Schwerpunkt auf dem Freikampf, weshalb direkt beim Aufwärmen eine Übung praktiziert wurde, auf der die späteren Bewegungsabläufe basierten. Nach einem kurzen Theorieteil, beidem allen Teilnehmern von Foschy und Ina Taktiken erklärt wurden, wie man seinen Gegner dazu bringt, so anzugreifen, dass er die darauf folgende Konter nicht sieht, wurden die Strategien sodann in Partnerübung trainiert. Hier legten die Trainer darauf wert, dass immer ein Karateka mit einem Nicht-karatetrainierenden zusammen übte, um den Lerneffekt zu steigern. Durch häufige Partnerwechsel wurde zusätzlich auch noch das Anpassen an verschiedene Bewegungsarten geübt, da jeder eine individuelle Art hat, sich zu bewegen und so immer eine neue Herausforderung für seinen Partner darstellt. Nach dem Üben einiger Strategien war auch schon die Zeit der Karatekas um und es gab eine erholsame, fünfzehnminütige Pause, in der sich die Teilnehmer aufs Neue stärkten. Weiter ging es mit Aikido, einer Sportart, in der das Abrollen eine elementare Rolle spielt. Also wurde in der kurzen Aufwärmphase das Abrollen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen geübt: Aus kniender Position bis hin zur Stehenden. Anschließend wurde durch einfache Bewegungsabläufe den Teilnehmern erklärt, wie sie deren Gegner, unabhängig von dessen Größe und Kraft, zu Boden bringen können. Nach einigen Demonstrationen von Josie und seinem Partner ging es auch schon ans Üben. Nach einigen Übungsrunden, die sich durch die Art des Angriffs und somit der Verteidigung unterschieden, endete diese Einheit in einer wohlverdienten Mittagspause in der man sich eine Stärkung durch kaltes Buffet und frische gegrillte Hotdogs holen konnte.

2019 0525 115815Weiter ging es mit Jiu Jitsu, einer Kampfsportart, in der viel mit Hebeln gearbeitet wird. Gerhard und Marcus, zwei Schwarzgurte in Jiu Jitsu, zeigten den Teilnehmern einfache Hebel und Bewegungsmuster, die selbst stärkere Gegner durch gezielte Ablenkung in einen Hebel zwang. Uns wurde gezeigt, wo man am Körper des Angreifers abwehren oder schlagen soll, damit das gewünschte Ziel erreicht wird. In der nächsten Einheit, Kyusho Jitsu, wurde im Theorieteil klar, warum die eingeübten Stellen besondere Wirkung zeigten: Es waren Vitalpunkte, die man durch Reiben und oder Schlagen aktivieren konnte. Im praktischen Teil wurden dann einfache Angriffs und Abwehrbewegungen geübt, mit der Besonderheit, genau die Vitalpunkte zu treffen, um mit selber Kraft höhere Wirkung zu erzielen. Nach einer weiteren Stärkungspause gab es verschiedene Angebote, zwischen denen die Teilnehmer wählen konnten und diese nähergebracht bekamen.Zur Auswahl gab es den Bo, ein Stock, der in Okinawa als Schlagwaffe eingesetzt wurde, Tonfas und Schwerter, die natürlich aus Sicherheitsgründen aus Holz bestanden. Nach einer Stunde Unterricht klang der diesjährige Budo Tag nach dem Abbauen in einem gemütlichen Grillabend aus, bei dem es Käse und lecker Würstchen gab.


Wir danken den motivierten Teilnehmern, die beim Budo Tag vollen Einsatz und Begeisterung mitbrachten, wie allen Trainern für ihr ehrenamtliches Engagement. Hand in Hand gelang uns ein interessanter und humorvoller 13. Ulmer Budo Tag.

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Dan-Prüfung in Neureichenau - 20.04.2019

Wenn ich acht Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.
Abraham Lincoln, der 16. US-amerikanische Präsident, * 1809, † 1865

Nach langer Vorbereitungszeit fuhren Hermann, Daniel, Johannes, Boris, Joachim und Uwe nach Neureichenau um sich einer Dan-Prüfung zu stellen.

Das schönste an einer Dan-Prüfung ist die Vorbereitungszeit, sich intensiv mit dem Thema Karate zu befassen und mit einen guten Team zu trainieren hat schon was. In den letzten Wochen traffen wir uns öfters im „Turm“, um für die Prüfung zu trainieren.

Boris, Joachim und Uwe fuhren schon am Donnerstag los, Hermann, Daniel und Johannes kamen am Freitag nach. Die ersten drei konnten dann am Freitag Vormittag in zwei Trainingseinheiten nochmals alles wiederholen, um dann letztlich für die am Samstag stattfindende Prüfung fit zu sein.

Am Nachmittag machten sich Boris, Joachim und Uwe auf zur Sausbachklamm, eine Klamm, in den nähe von Waldkirchen. Das Moto vom Karatedojo Gänswies heißt ja „Karate-Freizeit“ so erlebten wir eine schöne Wanderung, mitten im Wald, entlang der Sausbachklamm, Elisabeth gab uns diesen Tipp, dafür riesen Dankeschön. Nachdem wir von der Wanderung zurückkehrten, trafen Daniel, Johannes und Hermann ein.

Die Nachzügler trainierten dann am Freitagabend noch einmal. Nach einem guten Abendessen ging es dann früh zu Bett.

Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.
Konfuzius (551 – 479 v. Chr.)

Dann, endlich war es soweit, nach dem gemeinsamen Frühstück ging es um 09:00 Uhr los. Insgesamt waren wir 8 Prüflinge außer uns 6 Ulmern stellten sich noch Marion vom SGV Murr und Norman vom SV Feldstetten dieser Herausforderung. Die Prüfer Werner Beck und Rainer Mittenzwey nahmen sich für alle drei Prüfungsteile viel Zeit. Nach Grundschule und Kata waren dann Bunkai, Kumite, Selbstverteidigung und bei Norman und Uwe die Ausarbeitungen dran. Nach gut drei Stunden, in denen die Prüflinge alles gaben, war es dann soweit. Kurz vor 13:00 Uhr wurden wir gemeinsam ins Dojo gebeten.

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Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will.
Frank Lloyd Wright

Alle Prüflinge durften ihre Prüfungsurkunden entgegen nehmen, alle haben bestanden, zum 1 Dan Marion vom SGV Murr, zum 2. Dan Daniel, Joachim und Johannes, zum 3. Dan Boris und Hermann, zum 4. Dan Norman vom SV Feldstetten zum 5. Dan Uwe. Anschließend wurden jede Menge Fotos gemacht, zuerst im Dojo dann ging es nach draußen, dort noch eine große Fotosession rund um den kleinen Badeweiher.

Danach duschen und umziehen, wir Ulmer und Marion machten uns dann auf zum Dreisessel um von dort eine Wanderung zum Dreiländereck zu machen.

 

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Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele
Josef Hofmiller

Bei schönstem Wetter wanderten wir, zum Teil im knietiefenSchnee, zum Dreiländereck, da gegen 19:00 Uhr eine kleine Dan-Feier mit gemeinsamen Abendessen geplant war, machten wir uns vom Dreiländereck auf dem selben Weg wieder zurück zum Dreisessel, Daniel Johannes und Uwe kletterten noch die, in den Fels gehauenen Stufen, bis zum Gipfel des Dreisessel hoch und genossen die Aussicht über den bayerischen Wald.

Gegen 18:00 Uhr waren wir wieder zurück im Karatedojo Gänswies, wir konnten uns noch kurz frisch machen, dann fuhren wir in eine Pizzeria um dort gemeinsam zu Essen, die Prüflinge luden Werner und Elisabeth sowie Rainer mit seiner Tochter ein.

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Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr.
Demokrit (460 - 370 v. Chr.), griechischer Naturphilosoph
Quelle: Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 1908. 113.

Nachdem wir alle gut und reichlich gegessen hatten ging es zurück ins Karatedojo Gänswies und im Aufenthaltsraum bei Werner wurde bei guten bayerischen Bier nochmals auf die Dan-Prüfung angestoßen.

Gastsein ist gut. Heimkommen ist besser.
aus Gabun

Am Sonntag ging es dann wieder Nachhause, Marion und Norman fuhren gleich nach dem Frühstück, wir Ulmer ließen es etwas ruhiger angehen und fuhren erst nach dem Mittagessen nach Hause, gegen 17:00 Uhr kamen wir in Ulm an. Dieses Prüfungswochenende wird uns allen in guter Erinnerung bleiben. Vielen Dank an Elisabeth und Werner für ihre Gastfreundschaft.

Frühjahrsprüfungen - 29.03. und 05.04.2019

Wenn der Frühling sich langsam, aber sicher durchsetzt, die Tage wieder länger werden und der träge, lange Winter sich verabschiedet, ist es bei uns im Dojo wieder mal Zeit, es richtig „Rauchen“ zu lassen. Die Frühjahrsmüdigkeit hat keine Chance, da für die Kinder und Jugendliche kurz vor Ostern die neuen Gürtelprüfungen auf dem Programm stehen. Unsere Vorbereitung beginnt direkt nach den Weihnachtsferien und es gilt, nach den langen Feiertagen alle wieder richtig in Schwung zu bringen. Durch mehrtägiges Training in der Woche und einer guten Vorbereitung von seitens unserer Trainer, ist es auch diesmal gelungen, sowohl bei den Kindern, wie auch bei unseren Jugendlichen eine Prüfung mit hohem Niveau zu absolvieren. 

Aufgrund der großen Anzahl an Prüflingen wurde die Prüfung auf zwei Tage verteilt. Die Kleinen durften am 29.03.19 vor die Augen unseres Prüfers Reinhard Foschum treten. Die Älteren waren dann eine Woche später, am 05.04.19, mit ihrer Darbietung dran. Da die Jüngeren schon eine tolle und beeindruckende Prüfung hingelegt hatten, war der Druck bei unseren Großen doch spürbar vorhanden. Doch mit hohem Ehrgeiz und Fleiß zeigten auch sie eine hervorragende Prüfung, mit tollen Techniken und beeindruckenden Partnerübungen.

Von Trainerseite ist zu sagen, dass wir wieder einmal stolz auf alle Teilnehmer sind und uns freuen, die stetige Entwicklung bei jedem einzelnen beobachten zu können. Macht weiter so!

Herzlichen Glückwunsch zur bestanden Prüfung:

8. Kyu

Eljon, Filip, Darius, Fabio, Renato, Milan, Revan, Giridhar

7.Kyu

Vanessa, Katarina, Lotta, Oskar, Aykut, Abboudi, Harsiddhi, Diyar, Nils

6. Kyu

Arijan, Paula, Jana, Nico, Bernhard, Nikita, Manoj

4. Kyu

Alara, Fisnik, Niklas

2. Kyu

Pavel, Celina, Lenja, Elina, Merlin

1. Kyu

Tamara

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VfL Putzete - 30.03.2019

Eigentlich wollte ich am Samstag ausschlafen. Nix da - am Samstag den 30. März um 10 Uhr traf sich der Verein für eine Müllsammelaktion rund ums VfL-Gelände. Bei super Wetter wirkten wir mit vereinten Kräften gegen die Umweltverschmutzer und schafften es den Müll erfolgreich zu beseitigen. Ausgerüstet mit Handschuhen, Müllzange und Müllsack ging es dem Abfall an den Kragen. Die kuriosesten Dinge, die wir fanden, waren riesige Rohre und sogar ein alter Grill. Durch zahlreiche Teilnehmer konnten wir die gefühlt 100 Müllsäcke schon gegen Mittag abgeben. Unsere Mühe wurde mit vielen Pizzen belohnt. Nach dieser großen Anstrengung hatten wir uns diese auch wirklich verdient.

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Trainermeeting mal 2 - 26.01. und 23.03.2019

Einmal im Jahr findet für die Karate Trainer in Baden Württemberg ein Trainermeeting statt. Für den VfL nahmen meine Tochter Ina und ich in Lahr teil. Es war nicht einfach sich bei dem riesigen Angebot mit hochkarätigen Meistern, die in vier Hallen parallel ihr Wissen weitergaben, zu entscheiden. Neben dem Prüferlehrgang und einer super dynamischen Wettkampfeinheit bei Landestrainer Köksal Cakir waren wir besonders auf Jamal Measara gespannt. Großmeister Measara war für uns schon lange ein Begriff, allerdings hatten wir noch nie die Gelegenheit, bei ihm zu lernen. So waren wir auch sehr gespannt auf sein Training. Unsere sehr hohen Erwartungen wurden weit übertroffen. Sensei Measera beeindruckte uns durch sein riesiges Wissen über das ursprüngliche Okinawa Karate. So gab es auf der Heimfahrt nur ein Thema. Wir waren uns einig, dass das nicht der letzte Lehrgang bei Sensei Measara war.
So war es dann auch für uns ein Glücksfall, dass unsere Nachbarn in Bayern zu ihrem Trainermeeting in Ingolstadt ebenfalls Sensei Measara gewinnen konnten. Die Gelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen und fuhren hin.
Das Bayrische Trainermeeting begann für mich mit einer Langstock Einheit bei Sensei Measara. Ina hatte sich während dessen für das spannende Thema Oyo Kumite bei Fritz Oblinger entschieden.
Unsere gemeinsame zweite hochinteressante Einheit im Okinawa Karate handelte von Hebeltechniken im Karate und den Unterschieden zu Aikido oder Jiu Jutsu.
In meiner letzten Einheit bei Sensei Measara wurden die ursprünglichen Grundtechniken des Okinawa Karate trainiert und der Unterschied zum Shotokan Karate besprochen. Hochinteressant waren dann auch vor allem die Erzählungen über das Training im alten Okinawa. Parallel trainierte Ina bei Mohamed Abu Wahib die Kata Gojushiho Sho.
Unter dem Strich hat sich für uns die lange Anfahrt zu den beiden Trainer Meetings voll gelohnt. Wir sind schon voll Elan, das gelernte in unserem Karate Weg umzusetzen.

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