Karate Herbstprüfung - 29.11.2019

Gratulation an alle Karatekas, die sich der Gürtelprüfung im November stellten und allesamt mit hervorragenden Leistungen bestanden haben. Respekt auch für den fleißigen Trainingseinsatz in der Vorbereitungszeit.

Viel Spass im Training mit den neuen Gürteln :-))

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Neckar- Cup in Oberndorf – erneut ein großer Erfolg für die VfL- Athleten aus Ulm - 23.11.2019

2 Wochen nach dem Roba- Cup in Maulbronn ging es für uns Athlet*innen des VfL wieder in aller Frühe auf einen Wettkampf. Nach knapp 2- stündiger Fahrt erreichten wir unser Ziel Oberndorf am Neckar und nahmen uns vor, auch dieses Mal wieder unser Bestes in den Bereichen Kata (stilisierte Form des Kampfes) und Kumite (Zweikampf) zu geben.

Dieses Mal warteten auf uns deutlich mehr Gegner aus mehr Dojos in allen Disziplinen, was uns zusätzlich anspornte.

Nach sehr kurzem Aufwärmen begannen schon die Kata- Wettkämpfe, bei denen wir wahrlich alles geben mussten, um Platzierungen zu erreichen.

Nachmittags traten einige unserer Athlet*innen im Kumite an und zeigten auch hier engagierte, starke und erfolgreiche Leistungen, bei denen das ganze Können und viel Kampfgeist gefragt war. Zum Glück gab es nur kleinere Verletzungen.

Ina hatte wieder einen Einsatz als Kampfrichterin, den sie engagiert und fair meisterte.

Durchweg beachtliche und sehenswerte Leistungen wurden mit zahlreichen Pokalen und Platzierungen belohnt. Die Heimfahrt dauerte - auch wegen des Gewichtes des gewonnenen Edelmetalls - ein bisschen länger.

Wir danken unseren Trainer*innen für die intensive, individuelle und sehr gute Vorbereitung auf die Wettkämpfe. Ihr habt uns ein großes Stück voran gebracht!

Platzierungen:

Athlet*inKataKumite
     
Giuseppe 1. Platz 1. Platz
Niklas 1. Platz 1.Platz
Simon 1. Platz  
Alara   2. Platz
Diyar 3. Platz  
Merlin   2. Platz
Milan 3. Platz  

.....Gratulation

Und noch ein dickes Lob an Milan und Diyar, die sehr, sehr gut gegen viel größere Gegner im Kumite gekämpft haben und zum Teil erst mit dem Schlusspfiff mit viel Pech verloren haben.

Alara und Tamara hatten in ihren Kata Gruppen leider überragende Gegner und ein großes Starterfeld, in der jeder winzige Fehler den Sieg kostete. Sie konnten dennoch sehr gute 5. Plätze erreichen- wir sind stolz auf eure Leistung.

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9 Wettkämpfer*innen beim ROBA- Cup in Maulbronn - 09.11.2019

Nach kurzer Schlafphase rieben wir uns schnell den Schlaf aus den Augen und starteten um 5:bissle Uhr in Richtung Maulbronn, um unser Können in den Bereichen „Kata“ und „Kumite“ beim Klostercup in Maulbronn zu zeigen. Beschwingt und voller Elan kamen wir nach knapp 2 Stunden Fahrt an. Als alle die richtigen Wettkampfgürtel in blau und rot gefunden hatten, ging es für den Bereich Kata los. Volle Konzentration, Präzision und Anstrengung waren gefordert, denn unser Motto war, „wer gewinnen will, muss erst einmal an uns vorbei“. Was dann auch für die meisten unserer Gegner ein unlösbares Problem darstellte.

Nach der Mittagspause konnten unsere Athleten ihr Können im Kumite zeigen und auch hier galt wieder unser Motto. Schwere Wettkampf-Gegner auch aus anderen Karate- Stilen warteten auf unsere Athleten – hier war das gesamte Können und Improvisationsvermögen sowie Kampfgeist gefordert.

Es war ein tolles Miteinander, wie sich die VfL’er vor, während und nach den Wettkämpfen einander unterstützt und Mut gemacht haben. Auch knüpften einige nach den Kämpfen kameradschaftliche Kontakte zu ihren Wettkampf-Gegnern.

Ina hatte zudem ihren ersten Einsatz als Kampfrichterin, den sie souverän und fair meisterte.

Wir Teilnehmer*innen danken unseren Trainern herzlich für die intensive und sehr gute Vorbereitung auf die und das Coaching während der Wettkämpfe.

Obwohl es für fast alle VfL-Karatekas der erste Wettkampf war, konnten sie in ihren jeweiligen Altersklassen hervorragende Platzierungen erreichen:

 

Athlet*inKataKummite
     
Giuseppe 2. Platz 1. Platz
Niklas 1. Platz  
Simon 1. Platz  
Alara 2. Platz 3. Platz
Diyar 2. Platz 2. Platz
Oskar 2. Platz  
Tamara 3. Platz  
Milan 3. Platz toll gekämpft - Respekt :-)

 

Robacup

Sonne, Strand, Meer, Karate und 2. DAN für Ina Foschum - 11.10.2019

Als ich auf der Suche nach einem geeigneten Prüfungstermin zum 2. Schwarzgurt für meine Tochter die Ausschreibung zu einer Woche Kampfkunst deluxe auf Mallorca in die Hand bekam, war ich sofort begeistert. Zudem bestand die Möglichkeit, die Prüfung bei den erfahrensten und höchst dekorierten Kampfkunst Meistern Deutschlands abzulegen.

Kurz gesagt, unsere Erwartungen wurden weit übertroffen. Das Karate Hotel mit phänomenalem Meerblick, lag direkt am Strand und der Trainings Raum direkt über die Straße.

Los ging es bei Sonnenaufgang mit Qigong am Strand, dann Frühstück, Karate am Strand, Kyusho Jitsu*, ab ins Meer, chillen am Strand, Karate in Kleingruppen, Austausch mit Kampfkunst Verrückten aus ganz Deutschland….wir waren im Kampfkunst Himmel…eine Woche lang….geil…

Am Ende der Woche konnte dann Ina vor der Prüfungskommission Fritz Oblinger (8. DAN), Lothar J. Ratschke (8. DAN), Albert Patzelt (5.DAN) zeigen, was sie sich in den letzten Monaten hart erarbeitet hat. Am Ausgang hatte ich nie Zweifel, war dann aber richtig stolz, als Fritz Oblinger Ina für ihre tolle Leistung bei der erfolgreichen Prüfung lobte.

v.li. Ratschke, Oblinger, Ina, stolzer Papa, Patzelt

Wir genossen am Abflugtag das letzte Karate Training am Strand noch einmal in vollen Zügen und sogen die Eindrücke in uns auf. Der Sand, die Sonne, das Meer, die tollen Trainingspartner, die unglaublichen Trainer, all diese Eindrücke nahmen wir nach Deutschland mit und waren uns einig, dass es nicht das letzte Training auf Mallorca war.

Strand Training 2

Gratulation noch einmal vom stolzen Papa und von ihren Karate Freunden an Ina zum 2. DAN

 

* Kyusho Jitsu bedeutet vereinfacht, das kämpfen mithilfe von Vitalpunkten

DKV Tag - 14.09.2019

Der deutsche Karate Verband führt jedes Jahr einen DKV Tag durch. Dieses Mal nicht irgendwo in der Republik, sondern in Ludwigsburg, quasi vor unserer Haustür.

Als besonderes Highlight war eine Delegation der höchst dekoriertesten Meister aus Okinawa, dem Mutterland des Karate angekündigt. Darunter Zenpo Shimabukuro, 76 Jahre und Naonobu Ahagon, 79 Jahre, beide haben mit dem 10. DAN die höchste Graduierung, die im Karate vergeben wird!

Giuseppe, Julia aus unserem Partnerverein in Lindau und ich fuhren deshalb mit einer riesigen Vorfreude dort hin.

Den Anfang machte der Landestrainer Köksal Cakir mit einer hoch interessanten Zeitreise des Wettkampfes. Anhand von Filmen aus den Anfängen bis heute, wurde die Entwicklung aufgezeigt und die verschiedenen Entwicklungsstufen eifrig trainiert.

Danach kamen die 5 Okinawa Meister, die von Meister Measara umterstützt wurden und stellten uns ihre unterschiedlichen Karate Stile vor. Kurz gesagt waren wir begeistert, mit wie viel Energie und Wissen uns die fast 80jährigen unterrichteten. Die gewonnenen Erfahrungen werden eine kostbare Bereicherung für das zukünftige Karatetraining sein.

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Naonobu Ahagon 79J  10 Dan Hanshi und Reinhard Foschum li Giuseppe Severino re

Weitere Fotos befinden sich in der Fotogalerie mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Karate Verband e.V. (DKV) und Copyright Brigitte Kraußer.

Hanbo Fortbildung Lindau - 18.08.2019

An einem Sommer Sonntag bei bestem Wetter nach Lindau und nebenher noch mit Budo Freunden trainieren, ist für einen Vollblut Kampfsportler das Höchste :-)

Eingeladen wurden wir vom Lindauer Karate und Jiu Jitsu Verein. Sie konnten kurzfristig den hochkarätigen Experten der Waffenkünste Okinawas, Rainer Seibert für einen Lehrgang gewinnen.

Giuseppe und ich fuhren dann auch voller Vorfreude mit unseren Familien an den Bodensee um uns mit dem Hanbo fortzubilden. Hanbo heißt übersetzt “halber Bo“. Der Langstock Bo hat eine Länge von ca 1,80 Meter. Folglich ist der Hanbo ein ca 90cm langer Hartholzstock. Für Karatekas wie uns war der Hanbo sehr ungewohnt. Unter der sachkundigen Anleitung von Rainer kamen wir allerdings sehr schnell mit dieser Waffe zurecht. Als erstes standen Wirbel- und Handlingsübungen auf dem Programm und gingen dann in Partnerübungen mit Angriff und Abwehrtechniken über. Als Herausforderung stellten sich dann aber die Hebeltechniken heraus. Von unseren zuschauenden Familienangehörigen ernteten wir dann auch reichlich Mitleid bei den schmerzhaften Anwendungen. Den Rest des Tages konnten wir dann im sonnigen Lindau genießen. Ein Tag, der sich absolut gelohnt hat.

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7. Int. KVBW-Arawaza Trainingslager - 02.08.2019

Ich fühlte mich nach dem Training der letzten Wochen soooo alt, als ich mit meiner Tochter Ina im Morgengrauen nach Langenau zum Internationalen Sommercamp des Baden Württembergischen Karate Verbands fuhr. Die Vorfreude, mit einigen hundert Karatekas bei den besten Trainern der Welt zu trainieren ließ dann aber die Wehwehchen verblassen. Um den Tag auszunutzen hatte ich extra Urlaub genommen. Mit Stöcken und Tonfas bewaffnet, standen wir dann in der Halle und warteten gespannt auf den Kobudo Großmeister Measara. Da viele recht unbedarft und ohne Waffen zu der Waffeneinheit kamen, musste das vorhandene Arsenal auf alle aufgeteilt werden. Danach improvisierte Meister Measara mit Unterstützung von Sensei Fröhlich mit den wenigen Waffen und wir lernten verblüffende Anwendungen mit Tonfas und dem Langstock Bo und konnten von seinem tiefen Wissen zu den traditionellen Hintergründen profitieren.

Nach einer kurzen Pause bekamen wir dann bei Bundestrainer Karmitsos einen Eindruck, was es heißt, wenn eine Rappel volle Halle von Trainierenden das gleiche Ziel haben, ihr Karate zu verbessern. Sensei Karamitsos legte als Schwerpunkt Wert auf Bewegungsoptimierung am Beispiel der Kata Kanku Dai.

Dem eher statischen Kata Training folgte dann ein hoch dynamisches Kampftraining bei dem österreichischen Nationaltrainer Daniel Devigili. Regelrecht freigebrannt nach den Aufwärmübungen, konnten wir dann bei den Übungen zum Ausweichen und peripheres Wahrnehmen, die Sau rauslassen :-) Viele dieser Ideen sind bereits für mein Training eingeplant ;-)

Gestärkt und ausgeruht nach der Mittagspause konzentrierten wir uns dem Weltspitzentrainer Campari auf die ursprünglichen Ausführungen und Anwendungen der Kata Enpi. Campari faszinierte auch dieses mal mit seinen präzisen Techniken.

Besonders gespannt waren wir auf den Japanischen Nationaltrainer Nishimura und Weltmeister Uchida. Die erste Herausforderung war dann auch schon das Angrüßen, bei dem Sensei Nishimura auf den original japanischen Text bestand, bei dem viele überfordert waren. Bei den folgenden Faust und Fuß Kombinationen wurde klar, warum er für die japanischen Kämpfer verantwortlich ist. Alles wurde in hoher Frequenz und Geschwindigkeit trainiert. Von seinen kreativen Übungen werden meine Schüler in Zukunft auch profitieren. Das Thema der zweiten Hälfte war unter Sensei Uchida aufeinander aufbauende Fußtechniken. Für meine Hüfte waren vor allem die Tritte zum Kopf wegen meines ca 2 Meter großen Partners eine Herausforderung. Zum Glück hatte ich für die Finaltechnik, dem Skorpion-Kick mit Überschlag, wieder meine Tochter als Partner.

Danach hieß es schnell die Halle wechseln. Rudi Eichert bot eine Fortbildung für Trainer mit dem Thema aktuelle Wettkampftechniken und deren didaktischer Aufbau an. Anfangs tat ich mir als „Old School Kämpfer“ schwer mit den ungewohnten Ausführungen, lernte dann aber die Vorteile zu schätzen, was ebenfalls in meinen nächsten Kumite Einheiten thematisiert wird.

Nach den 7 Stunden Training war dann ein toller Tag mit vielen neuen Eindrücken zu Ende und meine Zipperlein, die ich morgens noch hatte, waren wie weggeblasen. So etwas müsste es eigentlich auf Krankenschein geben.

Am nächsten Tag absolvierte Ina das gleiche Pensum und hatte dabei unsere Dan Anwärterin Tamara als Partner an ihrer Seite.

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Sommercamp 2019 - Selbstverteidigung mal anders - 19. - 21.07.2019

Das Schuljahr neigt sich langsam dem Ende zu. Die Wochenenden werden ohne die vielen Klassenarbeiten und Hausaufgaben gefühlt immer länger. Was gibt es da Besseres als das letzte Wochenende vor den lang ersehnten Sommerferien in einem Camp zu verbringen? Nichts natürlich. Also machten sich auch dieses Jahr viele Karatekas voller Neugier und Vorfreude auf zu dem diesjährigen Sommercamp. 

Am Freitag wurde das Camp nach dem Einrichten im Dojos direkt mit einer Trainingsstunde eröffnet, die Jacqueline abwechslungsreich gestaltet hat. Vier Teams, vier Reifen, jede Menge „Schätze“ (Pratzen und Co.) und das Ziel, so viele Schätze wie möglich von den anderen Teams zu klauen und somit für sich zu beanspruchen. Natürlich alles gegen die Zeit, die mit jeder Runde kürzer wurde.

Nach einer wohlverdienten Pause gab es als Willkommensessen Pizza für jeden von dem benachbarten Restaurant und danach wurde es auch schon Zeit für die Überraschung, die uns von den Trainern erfolgreich verheimlicht wurde.

Nach einem kurzen Fußmarsch standen wir auch schon vor der Xtreme Jump Anlage Ulms. Dort angekommen, stürzten sich die Karatekas und Foschy auf die Trampoline. Zur weiteren Auswahl gab es Schitzelgruben für Saltos, eine Boulderwand und das beliebteste Highlight: die „Gladiatorenarena“. Hier konnten zwei Spieler mit großen zylindrischen Pratzen als Schwertersatz ihre Kräfte und Techniken messen, indem sie versuchten, den anderen von einem Balken in die Schnitzelgrube zu stürzen.

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Nach diesem tollen Event konnte jeder den Abend so ausklingen lassen, wie er wollte: mit Pezzibällen hüpfen, auf der Tafel des Dojos kreativ werden oder mit Schwimmnudeln eine abgewandelte Art des Fechtens üben.

Am Samstag übten wir im zweiten Training verschiedene Selbstverteidigungstechniken an der Pratze, wobei von Ellenbogenstößen bis einer stockartige Waffe ausweichen alles dabei war. Um diese Techniken besser verinnerlichen zu können, haben sich die Trainer und ein einige weitere erwachsene Karatekas mit Pratzen bewaffnet auf einer Wiese mit Büschen versteckt. Durch diesen Parcour wurden dann die Schüler nacheinander geschickt. Dadurch, dass sie nicht wussten von wem, wann, wo und mit was sie angegriffen werden, war diese Übung besonders realitätsnah und gab den Karatekas auch ein ehrliches Feedback ihrer Fähigkeiten.

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In der zweiten Trainingseinheit wurde in der großen Halle trainiert, die Jacqueline mit verschiedenen Kumiteformen gestaltete.

Nach einer weiteren Pause ging es weiter mit dem „Kleinen Samurai“, der jedes Jahr im Camp gemacht wird. Dabei müssen die Karatekas, verschiedene Kategorien aus der Leichtathletik absolvieren, die von Liegestützen und Sit-Ups bis hin zu einem Langlauf reichen. Auch dieses Jahr erbrachten alle Teilnehmer eine super Leistung und feuerten sich gegenseitig motivierend an. 

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Nach diesem Trainings- und Bewegungsintensiven Vor- und Nachmittag wurde das anschließende Grillen und der DVD-Abend der perfekte Ausklang dieses Tages.

Am Sonntag, dem letzten Tag dieses Camps, wurde nochmals der Fokus auf die Selbstverteidigung gelegt. Im Training wurden diesmal Kniestöße, Tritte und Techniken mit offener Hand geübt und am Bob verinnerlicht. Das Highlight dieses Trainings bietete Foschy im Anzug des „Schwarzen Mannes“. Der „Schwarze Mann“ ist ein Schutzanzug, der den gesamten Körper inklusiven dem Kopf durch einen Helm gegen Tritte und Schläge schützt.

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Nacheinander wurden die Karatekas vom Schwarzen Mann angegriffen und durften sich voll auf ihre Reflexe verlassen. Ohne aufpassen zu müssen, dem Gegenüber wehzutun konnte man sich verteidigen und so den Ernstfall sehr gut trainieren. Man konnte gut beobachten, wie die Schüler immer sicherer wurden, wie sich die Schläge, Tritte und Konzentration verbesserten und nicht zu vergessen der Spaßfaktor in die Höhe schoss. Dieses Training beendete das diesjährige Sommercamp, welches wieder ein voller Erfolg war. 

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Vielen Dank an Jacqueline, Matthias und Foschy, die durch die perfekte Organisation, Planung und nicht zu vergessen die riesen Motivation uns allen ein unvergessliches Sommercamp ermöglicht haben.

Karate rockt Nijmegen - 16. - 19.07.2019

Als sich die Karateabteilung auf das Sommercamp freute und sich darauf vorbereitet hat, fuhr ich in die Niederlande um dort am Nijmegen-Marsch teilzunehmen. Dies ist der größte Volksmarsch der Welt. Es sind jedes Jahr unzählige Bewerber, es werden „nur“ 47000 Starter zugelassen. Mit etwas Glück bekam ich für dieses Jahr eine Starterlaubnis.

Am Sonntag, den 14.07.19 fuhren wir dann um 08:00 Uhr in die Niederlande, da in Nijmegen die Hotels zu diesem Zeitpunkt auf Jahre hinweg ausgebucht sind, bezogen wir unser Quartier in Arnhem, der Provinzhauptstadt von Gelderland. Den geschichtsträchtigen ist Arnhem durch den Film, „Die Brücke von Arnheim“ bekannt.

Montag dann mit dem Zug nach Nijmegen, ca 20 Minuten Zugfahrt, dort dann Anmeldung, und kleiner Spaziergang durch Nijmegen.

Am Dienstag ging es dann endlich los. 04:30 Uhr aufstehen, Katzenwäsche, Frühstück im Hotel, alle haben sich auf den Nijmegen-Marsch eingestellt, da die 50er Läufer schon um 04:00 Uhr starten, gibt es im Hotel die ganze Nacht durch Frühstück. In meiner Altersgruppe lief ich die 40 km Strecken, Startzeit einmal 04:45 Uhr und 05:45 Uhr, jeden Tag im Wechsel, da wir aus dem Ulmer Bereich drei 40er Läufer waren, aber in zwei Gruppen aufgeteilt waren, entschieden wir uns zusammen zu laufen, auch wegen der Zugabfahrt in Arnhem um 05:25, so starteten wir um 06:00 Uhr. Man kann immer später starten, darf aber nicht vor seiner offiziellen Startzeit starten. Am ersten Tag ging es über die Waal (Die Waal ist der südliche und breitere der beiden großen Mündungsarme des Rheins in die Nordsee). Dann durch die Landschaften der Niederlande., durch Ortschaften, überall Musikkapellen. In den jeweiligen Orten ist dann richtig Volksfeststimmung. Nach knapp 40 Kilometer Laufleistung wieder über die Rheinbrücke zurück nach Nijmegen. So war der erste Tag geschafft.

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Am zweiten Tag ging es erst eineinhalb Stunden durch Nijmegen, schon in aller Frühe standen hunderte von Zuschauern am Straßenrand und jubelten uns zu, richtige Partystimmung. Die erste kurze Pause an einem Eierhof, wo sich auch viele zum Frühstück ein paar Eier kauften. Dann entlang der Waal, bei bestem Wetter machte das Laufen richtig Spaß. Es ging wiederum durch einige Orte, wo man überall bejubelt wurde. Über den Hafen von Nijmegen ging es zurück zum Ziel. Auch der zweite Tag geschafft.

Der dritte Tag folgt sogleich, wieder aus Nijmegen raus. Der Maas entlang. Gegen Mittag dann entlang der Deutsch-Niederländischen Grenze durch leicht hügeliges Gelände wieder nach Nijmegen zum Ziel. Kurz vor dem Ziel ein riesiges Fass gefüllt mit eisgekühlten alkoholfreien Bierdosen, tolle Idee, den Zieleinlauf vor Augen und in der Hand eine Dose Bier.

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Auf zur letzten Etappe, der vierte Tag. Wieder raus aus Nijmegen, dann eine sehr lange Strecke auf einem Deich entlang der Maas, nach der Hälte der Strecke waren wir fast im Zielgebiet, aber zu früh gefreut, am Ziel vorbei, über eine Pontonbrücke (eine vom Militär aufgebaute Behelfsbrücke aus aneinandergereihten Schwimmelementen). Am Maas-Waal-Kanal entlang aus Nijmegen raus. Dann ging es richtig los, die letzten 10 km auf der Via Gladiola (Straße bis ins Ziel). Die Straße war links und rechts mit Absperrungen versehen, die Läufer und Publikum trennte, ca. 140.000 bis 180.000 Zuschauer jubelten uns zu und feuerten uns an. Vor dem Krankenhaus, am welchen wir vorbei liefen, wurden die Schwerkranken im Krankenbett an den Straßenrand geschoben, auch sie jubelten uns zu. Ein sehr emotionaler Moment, wenn man die krebskranken Kinder, durch die Chemotherapie kahlköpfig, in ihren Krankenbetten sieht und diese Kinder einem zujubeln und sich sich freuen. Ein einmaliges Erlebnis. Der letzte Tag, war auch die längste Etappe mit 42,5 km, nach knapp acht Stunden war auch diese Strecke bewältigt, und es ging müde aber glücklich durchs Ziel. Wer diesen Viertagesmarsch bewältigt hat, bekam dann den 4 DAAGSE Orden, für die Militärs ein offizieller Orden, der an der Uniform getragen werden darf. Für uns Zivilisten eine nette Bestätigung der vollbrachten Leistung.

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Da am letzten Tag um 18:00 Uhr das offizielle Ende des Nijmegenmarsches ist, (wer später ins Ziel kommt wird nicht gewertet) beginnt anschließend die große Party. Nijmegen hat ca. 180.000 Einwohner, es kommen aber zur großen Party zwischen 2,4 und 4 Millionen Gäste, die dort abfeiern.

Am Samstag dann Rückreise nach Ulm und dann die Beine pflegen, die gesamte Laufleistung waren 161 km, da die Strecken nicht immer exakt 40 km sind. Ein ganz toller Event und ein wahnsinniges Erlebnis.

Zum Schluß noch ein paar statistische Zahlen zum Nijmegenmarsch 2019:

Anmeldung per 1 Juli

47.236

Nicht angemeldet

2.534

angemeldet

44.702

 

 

Am 1 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

661

1 Tag gelaufen

44.041

Am 2 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

1.350

2 Tag gelaufen

42.691

Am 3 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

1.111

3 Tag gelaufen

41.580

Am 4 Tag nicht gemeldet, ausgefallen

345

Vierdaagse gelaufen

41.235

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