Jubiläumslehrgang mit Sensei Fritz Oblinger - 15.06.2019

Die Abteilung Karate des TSV Grünwald hat am 15. Juni 2019 mit einem Jubiläumslehrgang ihren 35. Jahrestag gefeiert, auf den Fritz Oblinger als Referent eingeladen wurde.

Foschy, Ina, Tamara und Alara besuchten diesen Lehrgang in der Gemeinde Grünwald; München.

Aufgeteilt wurde in Unter- und Oberstufe, die in jeweils zwei Einheiten abwechselnd trainierten. In dem ersten Oberstufentraining wurden Partnerübungen der Kata Jion behandelt, indem die Karatekas, Braun- und Schwarzgurte, vorher gezeigte Anwendungen trainierten. Was mir hier besonders gefallen hat ist, dass Fritz viele verschiedene Verteidigungvariationen einer Sequenz demonstrierte und deren Hintergrund erklärte, sodass man den Sinn dahinter verstehen konnte. Er gab so jedem einzelnen die Möglichkeit für sich selbst herauszufinden, welche Version einem am meisten gefällt.

Nach einer entspannten Mittagspause an der Sonne und frischer Luft ging es für Tamara und Alara im Unterstufentraining weiter. Hier wendete Fritz das selbe Konzept wie in der Oberstufe an, nur dass die Partnerübungen diesmal auf der Kata Heian Sandan basierte. Anschließend waren wieder die Braun- und Schwarzgurte an der Reihe, die dieses mal basierend auf der Kata Jitte trainierten. In diesem Abschnitt legte Fritz besonders darauf wert, dass die Karatekas Vitalpunkte bei der Abwehr beziehungsweise den Gegenangriffen nutzten, die auch halfen, den Partner leichter zu Boden zu bringen. Sehr schön fand ich bei diesem Lehrgang, dass Fritz Oblinger realitätsgetreue Angriffs- und Abwehrmuster trainieren ließ, wobei mir immer öfter seine unglaubliche Körperkontrolle und der damit verbundenen Präzision und Schnelligkeit auffiel. Abschließend noch ein schönes Zitat von Fritz, womit er verdeutlicht hat, dass es ihm wichtig ist, offen für Neues und neue Interpretationsweisen von Anderen zu sein:

Wir lesen alle das gleiche Buch [=trainieren alle Karate] und trotzdem interpretiert jeder etwas anderes hinein.“

 

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13. Ulmer Budo Tag - 25.05.2019

Angriff, Abwehr, Konter: Dieses einfache Prinzip wurde über Jahrhunderte hinweg durch verschiedenste Kampfsportarten realisiert, wobei jeder dies anders interpretierte und sich so einzigartig entwickelte. Beim Ulmer Budo Tag kommen einige dieser Kampfsportarten zusammen, um ihre Interpretationsweisen den anderen Teilnehmern vorzustellen.


Angefangen wurde traditionellerweise mit Karate. Dieses mal lag der Schwerpunkt auf dem Freikampf, weshalb direkt beim Aufwärmen eine Übung praktiziert wurde, auf der die späteren Bewegungsabläufe basierten. Nach einem kurzen Theorieteil, beidem allen Teilnehmern von Foschy und Ina Taktiken erklärt wurden, wie man seinen Gegner dazu bringt, so anzugreifen, dass er die darauf folgende Konter nicht sieht, wurden die Strategien sodann in Partnerübung trainiert. Hier legten die Trainer darauf wert, dass immer ein Karateka mit einem Nicht-karatetrainierenden zusammen übte, um den Lerneffekt zu steigern. Durch häufige Partnerwechsel wurde zusätzlich auch noch das Anpassen an verschiedene Bewegungsarten geübt, da jeder eine individuelle Art hat, sich zu bewegen und so immer eine neue Herausforderung für seinen Partner darstellt. Nach dem Üben einiger Strategien war auch schon die Zeit der Karatekas um und es gab eine erholsame, fünfzehnminütige Pause, in der sich die Teilnehmer aufs Neue stärkten. Weiter ging es mit Aikido, einer Sportart, in der das Abrollen eine elementare Rolle spielt. Also wurde in der kurzen Aufwärmphase das Abrollen in verschiedenen Schwierigkeitsstufen geübt: Aus kniender Position bis hin zur Stehenden. Anschließend wurde durch einfache Bewegungsabläufe den Teilnehmern erklärt, wie sie deren Gegner, unabhängig von dessen Größe und Kraft, zu Boden bringen können. Nach einigen Demonstrationen von Josie und seinem Partner ging es auch schon ans Üben. Nach einigen Übungsrunden, die sich durch die Art des Angriffs und somit der Verteidigung unterschieden, endete diese Einheit in einer wohlverdienten Mittagspause in der man sich eine Stärkung durch kaltes Buffet und frische gegrillte Hotdogs holen konnte.

2019 0525 115815Weiter ging es mit Jiu Jitsu, einer Kampfsportart, in der viel mit Hebeln gearbeitet wird. Gerhard und Marcus, zwei Schwarzgurte in Jiu Jitsu, zeigten den Teilnehmern einfache Hebel und Bewegungsmuster, die selbst stärkere Gegner durch gezielte Ablenkung in einen Hebel zwang. Uns wurde gezeigt, wo man am Körper des Angreifers abwehren oder schlagen soll, damit das gewünschte Ziel erreicht wird. In der nächsten Einheit, Kyusho Jitsu, wurde im Theorieteil klar, warum die eingeübten Stellen besondere Wirkung zeigten: Es waren Vitalpunkte, die man durch Reiben und oder Schlagen aktivieren konnte. Im praktischen Teil wurden dann einfache Angriffs und Abwehrbewegungen geübt, mit der Besonderheit, genau die Vitalpunkte zu treffen, um mit selber Kraft höhere Wirkung zu erzielen. Nach einer weiteren Stärkungspause gab es verschiedene Angebote, zwischen denen die Teilnehmer wählen konnten und diese nähergebracht bekamen.Zur Auswahl gab es den Bo, ein Stock, der in Okinawa als Schlagwaffe eingesetzt wurde, Tonfas und Schwerter, die natürlich aus Sicherheitsgründen aus Holz bestanden. Nach einer Stunde Unterricht klang der diesjährige Budo Tag nach dem Abbauen in einem gemütlichen Grillabend aus, bei dem es Käse und lecker Würstchen gab.


Wir danken den motivierten Teilnehmern, die beim Budo Tag vollen Einsatz und Begeisterung mitbrachten, wie allen Trainern für ihr ehrenamtliches Engagement. Hand in Hand gelang uns ein interessanter und humorvoller 13. Ulmer Budo Tag.

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Dan-Prüfung in Neureichenau - 20.04.2019

Wenn ich acht Stunden Zeit hätte um einen Baum zu fällen, würde ich sechs Stunden die Axt schleifen.
Abraham Lincoln, der 16. US-amerikanische Präsident, * 1809, † 1865

Nach langer Vorbereitungszeit fuhren Hermann, Daniel, Johannes, Boris, Joachim und Uwe nach Neureichenau um sich einer Dan-Prüfung zu stellen.

Das schönste an einer Dan-Prüfung ist die Vorbereitungszeit, sich intensiv mit dem Thema Karate zu befassen und mit einen guten Team zu trainieren hat schon was. In den letzten Wochen traffen wir uns öfters im „Turm“, um für die Prüfung zu trainieren.

Boris, Joachim und Uwe fuhren schon am Donnerstag los, Hermann, Daniel und Johannes kamen am Freitag nach. Die ersten drei konnten dann am Freitag Vormittag in zwei Trainingseinheiten nochmals alles wiederholen, um dann letztlich für die am Samstag stattfindende Prüfung fit zu sein.

Am Nachmittag machten sich Boris, Joachim und Uwe auf zur Sausbachklamm, eine Klamm, in den nähe von Waldkirchen. Das Moto vom Karatedojo Gänswies heißt ja „Karate-Freizeit“ so erlebten wir eine schöne Wanderung, mitten im Wald, entlang der Sausbachklamm, Elisabeth gab uns diesen Tipp, dafür riesen Dankeschön. Nachdem wir von der Wanderung zurückkehrten, trafen Daniel, Johannes und Hermann ein.

Die Nachzügler trainierten dann am Freitagabend noch einmal. Nach einem guten Abendessen ging es dann früh zu Bett.

Zu einem guten Ende gehört auch ein guter Beginn.
Konfuzius (551 – 479 v. Chr.)

Dann, endlich war es soweit, nach dem gemeinsamen Frühstück ging es um 09:00 Uhr los. Insgesamt waren wir 8 Prüflinge außer uns 6 Ulmern stellten sich noch Marion vom SGV Murr und Norman vom SV Feldstetten dieser Herausforderung. Die Prüfer Werner Beck und Rainer Mittenzwey nahmen sich für alle drei Prüfungsteile viel Zeit. Nach Grundschule und Kata waren dann Bunkai, Kumite, Selbstverteidigung und bei Norman und Uwe die Ausarbeitungen dran. Nach gut drei Stunden, in denen die Prüflinge alles gaben, war es dann soweit. Kurz vor 13:00 Uhr wurden wir gemeinsam ins Dojo gebeten.

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Der Preis des Erfolges ist Hingabe, harte Arbeit und unablässiger Einsatz für das, was man erreichen will.
Frank Lloyd Wright

Alle Prüflinge durften ihre Prüfungsurkunden entgegen nehmen, alle haben bestanden, zum 1 Dan Marion vom SGV Murr, zum 2. Dan Daniel, Joachim und Johannes, zum 3. Dan Boris und Hermann, zum 4. Dan Norman vom SV Feldstetten zum 5. Dan Uwe. Anschließend wurden jede Menge Fotos gemacht, zuerst im Dojo dann ging es nach draußen, dort noch eine große Fotosession rund um den kleinen Badeweiher.

Danach duschen und umziehen, wir Ulmer und Marion machten uns dann auf zum Dreisessel um von dort eine Wanderung zum Dreiländereck zu machen.

 

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Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele
Josef Hofmiller

Bei schönstem Wetter wanderten wir, zum Teil im knietiefenSchnee, zum Dreiländereck, da gegen 19:00 Uhr eine kleine Dan-Feier mit gemeinsamen Abendessen geplant war, machten wir uns vom Dreiländereck auf dem selben Weg wieder zurück zum Dreisessel, Daniel Johannes und Uwe kletterten noch die, in den Fels gehauenen Stufen, bis zum Gipfel des Dreisessel hoch und genossen die Aussicht über den bayerischen Wald.

Gegen 18:00 Uhr waren wir wieder zurück im Karatedojo Gänswies, wir konnten uns noch kurz frisch machen, dann fuhren wir in eine Pizzeria um dort gemeinsam zu Essen, die Prüflinge luden Werner und Elisabeth sowie Rainer mit seiner Tochter ein.

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Ein Leben ohne Feste ist wie eine lange Wanderung ohne Einkehr.
Demokrit (460 - 370 v. Chr.), griechischer Naturphilosoph
Quelle: Nestle, Die Vorsokratiker in Auswahl, 1908. 113.

Nachdem wir alle gut und reichlich gegessen hatten ging es zurück ins Karatedojo Gänswies und im Aufenthaltsraum bei Werner wurde bei guten bayerischen Bier nochmals auf die Dan-Prüfung angestoßen.

Gastsein ist gut. Heimkommen ist besser.
aus Gabun

Am Sonntag ging es dann wieder Nachhause, Marion und Norman fuhren gleich nach dem Frühstück, wir Ulmer ließen es etwas ruhiger angehen und fuhren erst nach dem Mittagessen nach Hause, gegen 17:00 Uhr kamen wir in Ulm an. Dieses Prüfungswochenende wird uns allen in guter Erinnerung bleiben. Vielen Dank an Elisabeth und Werner für ihre Gastfreundschaft.

Frühjahrsprüfungen - 29.03. und 05.04.2019

Wenn der Frühling sich langsam, aber sicher durchsetzt, die Tage wieder länger werden und der träge, lange Winter sich verabschiedet, ist es bei uns im Dojo wieder mal Zeit, es richtig „Rauchen“ zu lassen. Die Frühjahrsmüdigkeit hat keine Chance, da für die Kinder und Jugendliche kurz vor Ostern die neuen Gürtelprüfungen auf dem Programm stehen. Unsere Vorbereitung beginnt direkt nach den Weihnachtsferien und es gilt, nach den langen Feiertagen alle wieder richtig in Schwung zu bringen. Durch mehrtägiges Training in der Woche und einer guten Vorbereitung von seitens unserer Trainer, ist es auch diesmal gelungen, sowohl bei den Kindern, wie auch bei unseren Jugendlichen eine Prüfung mit hohem Niveau zu absolvieren. 

Aufgrund der großen Anzahl an Prüflingen wurde die Prüfung auf zwei Tage verteilt. Die Kleinen durften am 29.03.19 vor die Augen unseres Prüfers Reinhard Foschum treten. Die Älteren waren dann eine Woche später, am 05.04.19, mit ihrer Darbietung dran. Da die Jüngeren schon eine tolle und beeindruckende Prüfung hingelegt hatten, war der Druck bei unseren Großen doch spürbar vorhanden. Doch mit hohem Ehrgeiz und Fleiß zeigten auch sie eine hervorragende Prüfung, mit tollen Techniken und beeindruckenden Partnerübungen.

Von Trainerseite ist zu sagen, dass wir wieder einmal stolz auf alle Teilnehmer sind und uns freuen, die stetige Entwicklung bei jedem einzelnen beobachten zu können. Macht weiter so!

Herzlichen Glückwunsch zur bestanden Prüfung:

8. Kyu

Eljon, Filip, Darius, Fabio, Renato, Milan, Revan, Giridhar

7.Kyu

Vanessa, Katarina, Lotta, Oskar, Aykut, Abboudi, Harsiddhi, Diyar, Nils

6. Kyu

Arijan, Paula, Jana, Nico, Bernhard, Nikita, Manoj

4. Kyu

Alara, Fisnik, Niklas

2. Kyu

Pavel, Celina, Lenja, Elina, Merlin

1. Kyu

Tamara

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VfL Putzete - 30.03.2019

Eigentlich wollte ich am Samstag ausschlafen. Nix da - am Samstag den 30. März um 10 Uhr traf sich der Verein für eine Müllsammelaktion rund ums VfL-Gelände. Bei super Wetter wirkten wir mit vereinten Kräften gegen die Umweltverschmutzer und schafften es den Müll erfolgreich zu beseitigen. Ausgerüstet mit Handschuhen, Müllzange und Müllsack ging es dem Abfall an den Kragen. Die kuriosesten Dinge, die wir fanden, waren riesige Rohre und sogar ein alter Grill. Durch zahlreiche Teilnehmer konnten wir die gefühlt 100 Müllsäcke schon gegen Mittag abgeben. Unsere Mühe wurde mit vielen Pizzen belohnt. Nach dieser großen Anstrengung hatten wir uns diese auch wirklich verdient.

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Trainermeeting mal 2 - 26.01. und 23.03.2019

Einmal im Jahr findet für die Karate Trainer in Baden Württemberg ein Trainermeeting statt. Für den VfL nahmen meine Tochter Ina und ich in Lahr teil. Es war nicht einfach sich bei dem riesigen Angebot mit hochkarätigen Meistern, die in vier Hallen parallel ihr Wissen weitergaben, zu entscheiden. Neben dem Prüferlehrgang und einer super dynamischen Wettkampfeinheit bei Landestrainer Köksal Cakir waren wir besonders auf Jamal Measara gespannt. Großmeister Measara war für uns schon lange ein Begriff, allerdings hatten wir noch nie die Gelegenheit, bei ihm zu lernen. So waren wir auch sehr gespannt auf sein Training. Unsere sehr hohen Erwartungen wurden weit übertroffen. Sensei Measera beeindruckte uns durch sein riesiges Wissen über das ursprüngliche Okinawa Karate. So gab es auf der Heimfahrt nur ein Thema. Wir waren uns einig, dass das nicht der letzte Lehrgang bei Sensei Measara war.
So war es dann auch für uns ein Glücksfall, dass unsere Nachbarn in Bayern zu ihrem Trainermeeting in Ingolstadt ebenfalls Sensei Measara gewinnen konnten. Die Gelegenheit konnten wir uns nicht entgehen lassen und fuhren hin.
Das Bayrische Trainermeeting begann für mich mit einer Langstock Einheit bei Sensei Measara. Ina hatte sich während dessen für das spannende Thema Oyo Kumite bei Fritz Oblinger entschieden.
Unsere gemeinsame zweite hochinteressante Einheit im Okinawa Karate handelte von Hebeltechniken im Karate und den Unterschieden zu Aikido oder Jiu Jutsu.
In meiner letzten Einheit bei Sensei Measara wurden die ursprünglichen Grundtechniken des Okinawa Karate trainiert und der Unterschied zum Shotokan Karate besprochen. Hochinteressant waren dann auch vor allem die Erzählungen über das Training im alten Okinawa. Parallel trainierte Ina bei Mohamed Abu Wahib die Kata Gojushiho Sho.
Unter dem Strich hat sich für uns die lange Anfahrt zu den beiden Trainer Meetings voll gelohnt. Wir sind schon voll Elan, das gelernte in unserem Karate Weg umzusetzen.

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