Gürtel Prüfung - 29.06.2012

Der 29.06.2012 war für 19 unserer Karatekas ein besonderer Tag. Viel Trainings Schweiß war diesem Tag vorausgegangen. Nun war es dann auch endlich soweit, dass sie ihr Können zeigen durften, denn es war der Tag ihrer Gürtelprüfung! Für die meisten war es die erste Prüfung im Karate-Do. Dementsprechen angespannt war dann auch die Atmosphere in der Halle. Um etwas Nerveausität heraus zu mehmen, gab dann auch die Trainerin Jaqueline bei ihrer Gruppe mit vertrauter Bestimmtheit die Komandos. Nach den ersten Techniken war dann auch bei den allermeisten die Anspannung verflogen und viele wuchsen dann sogar über sich hinaus, sodass zumeist überdurchschnittliche Leistungen gezeigt wurden.

Als Prüfer war ich erstaunt, welches Leistungsniveau die Gruppe erreicht hat. Schließlich konnten dann auch nach 3 Sunden Prüfung jedem Prüfling die Urkunde der neuen Graduierung überreicht werden.

Ein japanischer Meister hat einmal (sinngemäß) gesagt: Beurteile einen Meister nicht nach dem was er zu sein scheint, sondern schau dir seine Schüler an.

In diesem Sinne möchte ich den Trainern Uwe Schilling und Jaqueline Andratschke ein großes Lob aussprechen. An ihren Schülern spiegelt sich ihr große Engagement und Fachwissen wieder.

Ein riesen Lob von mir an alle - Gut gemacht und weiter so!!

Oder wie Meister Tanaka Masahiko gesagt hat: "Mukin Shôrin" (Der Weg zum Erfolg hat keine Abkürzung).

 

Guertelpruefung_2012

 

6. Ulmer Budotag - Schwitzen für einen guten Zweck - 23.06.2012

Am 23.06.2012 trafen sich ungefähr 50 Kampfkunstbegeisterte in Ulm zum 6. Budotag. Der Ausrichter VfL Ulm/Neu Ulm hat auch dieses Jahr alles wieder perfekt organisiert. Der Erlös der Lehrgangsgebühren gingen wie auch schon im Vorjahr zu 100% an den gemeinnützigen Verein „Weißer Ring“ (http://www.weisser-ring.de/internet/index.html). Stellvertretend für den Weißen Ring kam Hauptkommissar Willi Wick um den Kampfsportlern den Verein und seine Aufgaben näher zu bringen. Opfer von Gewalt finden dort Zuflucht, Unterstützung und juristische Hilfe. Eine wichtige Stütze für die Opfer und ihre Angehörigen. Wir Budosportler fühlen uns mit diesem Thema verständlicherweise sehr verbunden, da viele als Prävention vor Gewalttaten ihre Kampfkunst begonnen haben. Nachdem die Spenden übergeben worden sind, konnte der Lehrgang starten.

Am Anfang gab es ein intensives Aufwärmtraining. Nach einigen Lockerungsübungen, die auch das gegenseitige Kennenlernen beinhalteten, ging es dann direkt über zur Fallschule. Viele Rollen, Fallschule seitwärts, vor- und rückwärts wurden als Einstieg in den Budotag von den Teilnehmern abverlangt.

In der ersten Einheit, dem Karate bei Reinhard Foschum, wurde sich dieses Jahr neben den Karate-Grundtechniken vor allem mit dem Shuto Uke sowie einem Doppelblock aus der Kata Nijushiho und ihren praxisbezogenen Anwendungen beschäftigt. Für viele Teilnehmer absolutes Neuland, aber dennoch nicht unlösbar. Die unterschiedlichen Anwendungen wurden intensiv mit dem Partner geübt.

Es folgte das Aikido Training mit Josef Kovac, welcher dieses Jahr den Ursprung des Aikido thematisierte. Alle Aikido Übungen bezogen sich auf Angriffe mit dem Schwert. Somit wurden viele ungewohnte Bewegungen für die Sportler noch besser verdeutlicht und konnten so erfolgreich umgesetzt werden.

Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann mit Jiu Jitsu weiter. Leider musste Manfred Cesare dieses Jahr kurzfristig absagen, aber mit unserem Lindauer Duo Markus Gebauer und Gerhard Schlauch hatten wir würdige Vertreter gefunden. Die Gruppe wurde geteilt in Anfänger und Fortgeschrittene. Bei den Anfängern wurden einfache aber sehr wirkungsvolle Techniken gegen z.B Würgen von der Seite geübt. Die Fortgeschrittenen hatten dann schon mehr zu tun und man musste sich manchmal fragen, wer da eigentlich wen verknotet hat.

Zum Schluss gab es dann noch zwei Einheiten mit Bo/Tonfa und dem Schwert. Hierbei konnte sich jeder seine Waffe selber aussuchen und je nach Wissensgrad bei den Anfängern oder Fortgeschrittenen mitmachen. Die Kobudo Einheiten leiteten Gerhard und Markus, welche den Umgang mit Bo und Tonfa exzellent demonstrierten und uns näher brachten. Erwin Gillich widmete sich ganz der Schwertkunst Jaido und vermittelte uns wieder einmal einen super Einblick in diese hohe Kunst des Kampfes.

Nach mehr als 6 Stunden Training gab es dann das wohlverdiente Grill-Do unter der Leitung von Meister Falk Vieweg, auf dass sich alle schon freuten. Mit echten Thüringer Bratwürsten und einem kühlen Bier ließ man den Tag gemütlich ausklingen.

 

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Schlittenfahrt mit Hindernissen - 18.02.2012

Am 18.02.2012 war es endlich soweit. An diesem Samstag stand der gemeinsame Rodelausflug auf unserem Programm. In früher Stunde trafen wir uns am Hauptbahnhof Ulm und von dort aus startete die Reise nach Oberstdorf. Dort angekommen empfang uns tollstes Winterwetter und sehr angenehme Temperaturen. Also wurden die Sonnenbrillen ausgepackt und unser Trupp machte sich auf Richtung Nebelhornbahn, wo uns Boris und Celina schon erwarteten.

Nach kurzer Organisation unserer Sportgeräte für den heutigen Tag, wurden die Tickets gekauft und mit großer Vorfreude die Gondelbahn Richtung Berggipfel bestiegen. Von dort oben führt eine 2,5km lange Naturrodelbahn wieder hinunter ins Tal. Jedoch sollte man sich das nicht so einfach vorstellen, da viele scharfe Kurven und auch ziemlich steile Abschnitte alles von uns abverlangten.

Als alle wieder heil unten ankamen und auch die Schlitten es mehr oder weniger gut überstanden hatten, machten wir uns sofort wieder auf den Weg zur Bergbahn, da wir ja noch einige Fahrten vor uns hatten. Nun war an diesem Wochenende zwar das Wetter auf unserer Seite, die Gondel allerdings nicht. Wir stellten uns gleich wieder an die Bahn an, mussten dann aber nach kurzen Minuten von einem Mitarbeiter die schlechte Nachricht erfahren. „ Die Gondel hat einen technischen Fehler und wird mindestens eine Stunde außer Betrieb sein!“

Tja, das war es dann wohl. Nun galt es zu entscheiden, wie wir den restlichen Nachmittag verbringen, denn nach Hause wollte noch keiner. Also machten wir erst einmal eine Mittagspause und nahmen uns dann den Berg wieder vor…diesmal zu Fuß. Natürlich sind wir nicht bis ganz nach oben gelaufen, aber zu mindestens erklimmten wir ein kleines Stück von der Rodelstrecke. Somit konnten wir dann doch noch zwei Runden drehen. Zum Abschluss gab es dann noch eine kräftige Schneeballschlacht und eine Erholungspause im Wirtshaus.

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Die Zeit verging wie im Fluge und die Rückfahrt kam dann auch ziemlich plötzlich!

Trotz der Panne mit der Gondel hatten wir einen super Ausflugstag und haben das Beste aus unserer Lage gemacht. Nächstes Jahr gerne wieder und dann aber ohne Pannen!