3. Ulmer Budo-Tag - 11.07.2009

Am Samstag, den 11.07.09 folgten ca. 50 Budokas hauptsächlich aus den Bereichen Jiu-Jitsu, Aikido, Judo, Karate, Kung-Fu und Kobudo unserer Einladung zum dritten Ulmer Budo-Tag.
Nach der Begrüßung durch unseren Dojo-Leiter Reinhard Foschum (Foschy) und Überreichung der Gastgeschenke wurde das Aufwärmtraining von Uwe (Karate) und Josef Kovacs (Aikido) gestaltet.
Danach war Reinhard mit Karate dran. Zuerst Grundschule von verschiedenen Techniken wie z. B. Gyaku-Tsuki und kurze Kata Sequenzen, die dann zur Vorbereitung der anschließenden Partnerübungen mit Schwerpunkt Abwehr dienten. Vor allem die Budokas aus den Karatefremden Systemen hatten an den für sie ungewohnten Techniken wie dem direkten Konter sichtlich Spass und übten mit vollem Einsatz.
Nach einer kurzen Trinkpause ging es mit Aikido weiter. Josef Kovacs (Tschosie) (VfL Ulm Abteilung Aikido) zeigte uns, wie man sehr schnell zu Boden gehen kann wenn der Schwerpunkt gebrochen ist. Was sich bei ihm sehr leicht anschaute, war dann bei der Übung am Partner nicht so einfach. Mit der Ünterstützung von Tschosie und seinen Aikidokas bekamen wir allerdings dann doch ein recht gutes Gefühl dafür, wie man die Energie des Angreifers spüren und ausnutzen kann.
In der Mittagspause, die wir bei schönem Wetter zum Teil vor der Halle verbrachten, tankten wir wieder Energie, die anschließend bei Manfred Cesare (Sportbund Ulm) mit seinem Jiu Jitsu dringend gebraucht wurde. Manfred zeigte uns diverse Griffe und Hebel, welche zum Teil sehr schmerzhaft waren. Auf unseren Wunsch ging er auf sehr effektive Fingerhebel ein. Für alle interessant war auch der Bogen, den er zur Karateeinheit spannte, in dem er die Jiu Jitsu Interpretation vom Otoshi-Uke zeigte. Für Jiu Jitsu fremde war es zum Teil recht schwierig hat aber allen nicht zuletzt wegen Manfreds Art einen Riesen Spaß gemacht.
Marcus Gebauer und Gerhard Schlauch (TSV Lindau) vermittelte uns danach im Kobudo Teil, wie mit Bo und Tonfa gearbeitet werden kann. Es wurden verschiedene Angriffe und Abwehren geübt.In dem durchdachtem Trainingskonzept, wurde erst Tonfa vs Tonfa in der einen und Bo vs Bo in der anderen Gruppe geübt. Dann wurden die gleichen Kombinationen Tonfa gegen Bo angewendet und die Gruppen getauscht. So konnte sehr effektiv und variantenreich trainiert werden. Viele Budokas, die zum ersten mal mit Tonfa und Bo trainierten waren von der Effektivität der Waffen sehr überrascht.
Zuletzt führte uns Erwin Gillich (SV Oberelchingen Abt. Karate) in die Kunst des Schwertziehens ein. Geübt wurde mit Holzschwertern, und wer hatte, mit echten (auch scharfen) Schwertern. Durch die ungewöhnlich hohe Teilnehmerzahl und dem großen Platzbedarf der Schwerter, hatte Erwin das Problem, von allen verstanden zu werden. Allerdings waren seine Demonstrationen fast selbsterklärend und alle konnten üben bis der Arm schwer wurde.
Anschließend freute sich die gesamte Budo Familie auf unser Grillfest, wo uns Grill-Sensei Falk Vieweg mit Original Thüringer Bratwürsten verwöhnte. Der Abend wurde zum geselligen Beisammensein und auch zum Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Budo-Richtungen genutzt. Freundschaften zwischen den Budokas verschiedener Richtungen wurden aufgefrischt und neu geschlossen.
 

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